WS 19: Bad Feelings - Queer Negativity - ein Deko_Workshop

Bei Love geht es nicht um schlechte Gefühle mit revolutionärem Anstrich wie Wut oder brutale Ehrlichkeit. Sondern um low energy feelings, denen eine politische Dimension häufig abgesprochen wird. Love will diese Gefühle nicht auflösen, zum Verschwinden bringen oder sie als Sackgasse vor dem grossen Durchbruch deuten. Denn es ist gar nicht klar, ob es besser wird. Es geht aber auch nicht um eine Stilisierung der schlechten Gefühle als ‚tiefe’ oder ‚echte’ Gefühle im Gegensatz zum Vergnügen.

Was hat es mit der Aufmerksamkeit für schlechte Gefühle, für queer negativity auf sich? Im Workshop möchte ich kurz erzählen, was ich bis jetzt von Heather Love und von ihr aus gelesen und gehört habe. Folgende Fragen könnten wir z.B. diskutieren: Wie könnte eine Entindividualisierung von schlechten Gefühlen versucht werden? (Wie z.B. im public feelings project mit der Frage: are you depressed? it might be political!?) Wie werden Gefühlszustände in aktiv und passiv eingeteilt und welche Bewertung passiert dabei? Welche Gefühlszustände gelten als politisch, sind ‚erlaubt’ und anerkannt, welche nicht? (Oder ganz andere Sachen.)

Den zweiten Teil der Diskussion, schlage ich vor, bastelnd zu führen. Und damit entsteht aus dem Workshop vielleicht eine Dekoration für das Fest oder sonst etwas. Material bringe ich mit.

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ws19.txt · Zuletzt geändert: 2014/12/11 23:07 (Externe Bearbeitung)